Cybarcamp14

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#cybarcamp14

  • Samstag, 21. Juni 2014 von 10.00 bis 18.00 Uhr
  • Wikimedia Berlin
  • Tempelhofer Ufer 23-24
  • 10963 Berlin
  • Eintritt: 5 €

Vielen Dank an unseren Barcamp-Sponsor Datarella! http://datarella.com/

Einreichungen

Transhumanismus, Cyborgs und Trans*Queer: Was ist ein Cyborg? Warum so queer? Und wenn ja, wie viele?

  • Vortrag
  • Speaker: Elle Nerdinger

Ab wann ist ein Mensch ein Cyborg? Donna Harraways Cyborgmanifest - Eine Bereicherung, keine Monster

Detaillierte Beschreibung: http://cyborgs.cc/wp-content/uploads/nerdinger_cyborg_queer.pdf

Praktischer Workshop ohne Titel

  • Workshop
  • Speaker: Rin Räuber, Angelo Wyszengrad

Praktische Spielereien mit implantierbaren Magneten, RFID-Tags usw. (Details folgen noch)

Was sind Cyborgs?

  • Workshop/Diskussion
  • Speaker: Steffen Eßers, Frederic Rohrbach

Jeder von uns hat Ideen, was ein Cyborg ist. Zusammen möchten wir den maximal vorstellbaren Cyborg ersinnen und ihn beschreiben. Stellt Euch vor, es gäbe einen grenzenlosen Cyborg-Bausatz. Uns geht es darum den Cyborg zu skizzieren, der das Ergebnis dieses Bausatzes wäre.

Objektorientierte Philosophie und Cyborgismus: Spekulationen über ein Denken nach den Menschen

  • Vortrag (Wunschzeit: 15.00 Uhr)
  • Speaker: Gabriel Yoran

Das westliche Denken dreht sich seit Kant um den Menschen und seine (beschränkte) Wahrnehmung der Welt. Eine Welt vor oder gar nach dem Menschen kommt in diesem idealistischen Weltbild nicht vor. Der ebenfalls populäre Gegenentwurf behauptet das Wesen der Welt erkennen zu können, in dem man sie in immer kleinere Teile zerlegt: Die Atome, die Quarks oder die Strings werden es schon richten. Doch es geschehen Dinge auf anderen Ebenen als denen der kleinsten Teile.

Die objektorientierte Philosophie ist ein aktueller Versuch, den Menschen aus dem Zentrum des Gesehehens zu rücken ohne einem stumpfen Materialismus (alles ist eh nur Materie) anheim zu fallen. Als Hauptbausteine der Welt schlagen die Vertreter der objektorientierten Philosophie „Objekte“ vor - doch können diese weit mehr sein als Tische und Stühle, sondern eben auch Menschen, Komplexe wie die EU und sogar Fantasiegebilde wie Einhörner.

Die Debatten über Cyborgismus und den die objektorientierte Philosophie können fruchtbar füreinander sein. Ich schreibe gerade eine Doktorarbeit über objektorientierte Philosophie bei Prof. Graham Harman an der European Graduate School in Saas-Fee (Schweiz) und möchte hier der Community der Cyborgismus-Interessierten einen Denkanstoß geben.

Cyborg Brains 2014

  • Vortrag
  • Speaker: Stefan Greiner

Fernab von transhumanistischen Visionen integriert unser biologisches Gehirn auch heute schon eine Vielzahl von Technologie in seine Informationsverarbeitungsprozesse. Andy Clark nennt den Menschen sogar einen "natural born cyborg", begründet auf der Tatsache, dass unser Gehirn und die menschliche Intelligenz für die Integration nicht-biologischer Erweiterungen geradezu gemacht ist.

Der Vortrag fokussiert also auf die Mensch-Maschine Verschmelzung aus einer kognitiven Sicht. Er plädiert für eine erweiterte Sicht des Menschen, in der das Selbstverständnis nicht nur im Gehirn angesiedelt wird sondern vielmehr im Zusammenspiel von Gehirn, Körper und Technologie.

Stichworte: extended mind, sensory augmentation, Plastizität, mental cyborg

Slides here: File:Cyborg Brains by Stefan Greiner.pdf

Cyborgism vs. Transhumanism: Extending our bodies vs. overcoming the human condition.

  • Workshop/Diskussion
  • Speaker: Jörg Blumtritt

Ist die 'Human Condition' etwas, das wir überwinden wollen, oder geht es darum, die Lebens-/Arbeits-/Gesundheitsbedingungen von Menschen zu verbessern? Während Transhumanismus, Extroprianismus, Singularitarismus anstreben, unsere, in einen Körper geworfene Existenz zu transzendieren, sucht der Cyborgismus nach Erweiterungen unseres Körpers. Die Utopien am Ende beider Wege unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich der zugrundegelegten Ideologien und Ethiken. Auch die einzelnen Schritte auf unserem Weg, also die Entscheidungen, welche Technologien wir fördern und nutzen wollen, und auch was wir als Erfolg einer Technologie werten, hängen davon ab, wie wir uns als Cyborgs, als technologisch erweiterte oder aber im Wesen veränderte Menschen sehen wollen. Darüber möchte ich gerne Diskutieren; die Diskussion würde ich mit einer kurzen Einleitung starten (ca. 10-Minuten).

Transhumanismus und technologische Singularität

  • Vortrag
  • Speaker: Carlos García Hernández

Warum ist die Überwindung der biologischen Abgrenzungen des Menschen nicht mehr Science-Fiction.

Vom Holzbein bis zum Brain-Upload: Was ist heute technologisch machbar, was Science Fiction?

  • Vortrag
  • Speaker: Enno Park

Eine Rundreise durch den aktuellen Stand der Technik rund um Prothetik und Cyborg-Technologien (oder: Der Cyborg ist ein moralisch defizitäres Wesen)

"Der Cyborg ist ein moralisch defizitäres Wesen"

  • Vortrag
  • Speaker: Enno Park

Was die Gegner und Kritiker von Cyborgism und Transhumanismus derzeit zu sagen haben. (oder: Vom Holzbein bis zum Brain-Upload: Was ist technisch machbar?)